Ob Fertigteil-, Holz-, Block-, Massiv- oder Passivhaus: Die tatsächliche Konstruktion und die Elektroinstallation entscheiden darüber, was am späteren Schlafplatz zu messen ist. Ein Passivhaus kann mit unterschiedlichen Bauweisen errichtet werden.
VITAhome verbindet elektrotechnische Fachkompetenz mit langjähriger Messpraxis. Bei unseren Messungen sehen wir immer wieder, wie sehr Leitungsführung, Bauteilaufbau, Geräte und Bettposition die Situation in Eltern- und Kinderzimmern beeinflussen können.
Was unsere Messungen im Obergeschoss zeigen
Bei unseren Messungen zeigt sich ein klares Muster: An Schlafplätzen im Obergeschoss von Häusern mit Trockenbauweise und leichten Holzdecken messen wir regelmäßig deutlich höhere elektrische Wechselfelder als bei massiven Geschossdecken. Diese Werte erfassen wir mit Messgeräten vor Ort. Deshalb ist der Aufbau der Geschossdecke für uns ein wichtiger Punkt bei der Bauplanung.
Leitungswege, Bodenaufbau und Elektroinstallation betrachten wir gemeinsam, um die konkreten Feldquellen und geeignete Maßnahmen zu erkennen. Gerade im Fertigteil- und Holzbau lohnt sich die frühe Abstimmung, weil Leitungswege und Dosen teils festgelegt werden, bevor die Bauteile montiert sind. Auch im Massivbau lassen sich verdeckte Installationen später nur mit Aufwand ändern.
Die Fußbodenheizung gehört zur Planung
Auch im Bereich einer wassergeführten Fußbodenheizung beobachten wir mitunter eine veränderte Verteilung elektrischer Wechselfelder. Eine mögliche Ursache ist die Kopplung zwischen Elektroinstallation und Heizungsanlage, etwa dort, wo sich Leitungen und Bauteile im Technikraum oder an anderen Stellen annähern. Welche Komponenten im konkreten Haus beteiligt sind, lässt sich durch eine gezielte Messung klären.
Eine wassergeführte Fußbodenheizung hat keine elektrischen Heizleiter im Boden. Bei einer elektrischen Fußbodenheizung liegen dagegen Heizkabel oder Heizmatten im Bodenaufbau. Die beiden Systeme sind unterschiedlich zu beurteilen. Wenn Messbefund und geplanter Aufbau dafür sprechen, können geeignete Abschirmmaßnahmen bereits vor dem Einbau der Fußbodenheizung mit den Fachbetrieben besprochen werden.
Auch Grundstück und Umgebung betrachten
Neben der späteren Hausinstallation können Funkanlagen in der Umgebung, etwa Mobilfunkstandorte, für die Planung interessant sein. Eine Messung vor dem Grundstückskauf zeigt die Situation an den geprüften Punkten zum Messzeitpunkt. Wie die Werte später im Haus ausfallen, hängt zusätzlich von Wänden, Dach, Fenstern und Raumlage ab.
Wenn die Messung Anlass dazu gibt, können Ausrichtung der Schlafräume, Fensterflächen und geeignete Abschirmmaßnahmen geprüft werden. Fachgerecht geplante Abschirmung kann hochfrequente Felder reduzieren; ihre Wirkung lässt sich mit einer Kontrollmessung überprüfen. Sie ist keine pauschale Lösung für jede Feldart.
Fünf Fragen für Ihren Bauplan
Wo stehen die Betten?
Zeichnen Sie Betten und Kopfteile im Eltern- und in den Kinderzimmern ein. Denken Sie bei Kinderzimmern auch an mögliche spätere Umstellungen.
Wo verlaufen Leitungen?
Steckdosen links und rechts des Bettes, Schalter hinter dem Kopfteil, Rollladenleitungen am Fenster sowie Leitungswege in Wand, Decke und Boden gehören auf den Plan.
Wo sitzt die Technik?
Besprechen Sie Haupt- und Subverteiler, Photovoltaik-Wechselrichter und zugehörige Leitungen mit Ihrem Elektrofachbetrieb – auch im Verhältnis zu benachbarten Schlafräumen.
Wie sind Decke und Boden aufgebaut?
Klären Sie Geschossdecken, Erdung, Potentialausgleich und Fußbodenheizung, bevor Bauteile geschlossen werden.
Was lässt sich am Grundstück messen?
Bei Bedarf können Funkanlagen und weitere Feldquellen in der Umgebung bereits vor dem Kauf oder Baubeginn untersucht werden.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Je nach Bauphase und Messbefund können verschiedene Maßnahmen infrage kommen. Am einfachsten lässt sich oft früh ansetzen: Bettposition, Leitungswege und die Lage von Verteilern so abstimmen, dass relevante Installationen nicht unmittelbar am Schlafplatz liegen.
VITAhome kann geeignete Abschirmmaterialien und Installationstechnik für Ihr Bauvorhaben liefern, je nach Maßnahme Teile der Montage und die erforderliche elektrische Einbindung der Abschirmung fachgerecht übernehmen. Weitere bauliche Arbeiten stimmen wir mit den beteiligten Fachbetrieben ab. Anschließend überprüfen wir die Wirkung mit einer Kontrollmessung.
Geschirmte Leitungen und flächige Abschirmungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Auch hochfrequente Felder von außen sind gesondert zu beurteilen. Welche Kombination zu Ihrem Haus passt, ergibt sich aus Planung und Messung – eine einzelne Lösung für alle Feldarten gibt es nicht.
Erst planen, dann prüfen
Niederfrequente elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente Funkfelder sind unterschiedliche Messgrößen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von Quelle, Bauteil und gemessener Situation ab. Nach der Umsetzung kann eine Kontrollmessung zeigen, was sich tatsächlich verändert hat.
Eine Messung ist keine medizinische Diagnose. Aus einem Messwert allein lässt sich die Ursache von Schlafbeschwerden nicht ableiten.
Häufige Fragen
Betrifft das nur Fertigteilhäuser?
Nein. Schlaf- und Kinderzimmer sollten bei jeder Bauweise in die Elektroplanung einbezogen werden. Bei Trockenbau und leichten Holzdecken messen wir im Obergeschoss regelmäßig deutlich höhere elektrische Wechselfelder als bei massiven Geschossdecken. Die konkreten Feldquellen prüfen wir am jeweiligen Bauvorhaben.
Kann eine wassergeführte Fußbodenheizung elektrische Felder übertragen?
Bei unseren Messungen sehen wir mitunter eine veränderte Feldverteilung im Bereich der Heizkreise. Ob und wo eine Kopplung mit der Elektroinstallation entsteht, muss vor Ort geprüft werden.
Kann man Mobilfunkfelder von außen abschirmen?
Geeignete Materialien können hochfrequente Felder abschwächen. Welche Flächen dafür infrage kommen, ergibt sich aus Messung und Planung. Die Wirkung wird nach der Umsetzung gemessen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Bei Fragen zum Grundstück schon vor dem Kauf. Für Elektroplanung, Raumlage und mögliche Abschirmung möglichst bevor Leitungswege, Decken und Bodenaufbauten festgelegt sind.
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